Kultur

Kultur als spannendes Thema nicht nur für unsere Gäste, sondern auch für die Bewohner vom Tal.

Die Positionierung unseres Gletscherdorfes mit seinem vielfältigen Kulturangebot sehen wir als eine unserer wichtigsten Aufgaben an.

Sommer 2021

100 Jahre Erstbegehung Mitellegigrat

Das Jubiläum eines aussergewöhnlichen Grates

Die Erstbegehung des Mittellegigrates hat im Jahr 2021 ihr 100jähriges Jubiläum gefeiert. 47 Jahre wurde die Begehung dieses besonderen Grates vergeblich angegangen, bis einer erfolgreichen Seilschaft bestehend aus 3 Grindelwalder Bergführern und einem japanischen Gast 1921 dieses Unterfangen gelang. Das Jubiläum wurde im Frühjahr 2021 unter dem Lead des Bergführervereins Grindelwald gemeinsam mit dem Tourismus (PM Eigerness (Nachhaltigkeit) / Social Media) geplant und im Sommer 2021 mit verschiedenen Aktionen zelebriert. Das Jubiläumsfest am 09. September auf Alpiglen bildet eine besondere Attraktion im Rahmen des Kultursommers 2021 in Grindelwald.

«Wir wollten gewinnen»

Erster Aufstieg über den Mitellegigrat 1921

Bereits 1919 kam der 25jährige Yuko Maki nach Grindelwald, lernte dort den Bergführer Samuel Brawand kennen und machte mit ihm verschiedene Bergtouren in der Jungfrauregion. Im Herbst 1921 beschloss eine 4er Seilschaft bestehend aus den Bergführern Fritz Steuri, Fritz Amatter, Samuel Brawand und Yuko Maki die Besteigung des Eiger über den Mittellegigrat zu wagen und somit einen Bann zu brechen. Denn der Grat war zwar im Abstieg längst begangen worden, aber zahlreiche Aufstiegsversuche auch bedeutender Alpinisten waren bis zu diesem Zeitpunkt fehlgeschlagen.

Die vier Bergsteiger starteten den Aufstieg am 9. September und ihr Unternehmen gelang! Sie standen am 10. September 1921 abends auf dem Gipfel. Der Abstieg bis zum Eigergletscher nahm über sechs Stunden in Anspruch, da die Seilschaft nur eine Laterne hatte und nicht immer den einfachsten Weg fand. Am 11. September dann hielten die erfolgreichen Vier einen triumphalen Einzug in Grindelwald.

Aktionen im Sommer 2021

Lichter am Mitellegigrat

Die Lichter am Mittellegigrat beleuchteten historisch wichtige Punkte auf der Route der Erstbegehung. Von Juli bis Oktober erstrahlten sie von Einbruch der Dunkelheit bis nach Mitternacht.

Sonderausstellung im Grindelwald Museum

Vielfältige Fotos und Exponate zeigten die abenteuerliche und erfolgreiche Geschichte der Erstbegeher von 1921 rund um die Bergführer Samuel Brawand, Fritz Amatter und Fritz Steuri und ihren Gast Yuko Maki.

Exklusiver Jubiläumsanlass am 11. September

Im Kreis der Bergführerschaft Grindelwald wurde das Jubiläum in einem feierlichen Festakt mit Festreden und einer exklusiv für diesen Anlass inszenierten Theaterproduktion zelebriert.

Roundshot Webcam auf der Mitellegihütte

Das Wunder der Berge für alle  Welt! Einmal auf dem imposanten Mittellegigrat stehen und den atemberaubenden Ausblick geniessen… Was bisher nur für einen kleinen, versierten Teil der Menschheit möglich war, wird dank eines dreiköpfigen Expertenteams aus dem Berner Oberland und modernster Kameratechnik für jedermann zugänglich. Wunderschöne und beeindruckende Bilder können von nun an in höchster Qualität von aller Welt „live“ erlebt werden.

Theateraufführung zum Jubiläum

1. Mitellegihütte

Drei Jahre nach dem Erstaufstieg wurde auf 3355 m auf dem Grat eine Hütte mit 16 Schlafplätzen gebaut. Der japanische Erstbesteiger Yuko Maki ermöglichte den Bau mit einer Spende von 10‘000 Franken. 2001 wurde diese erste Mittellegihütte durch eine neue Hütte mit 32 Schlafplätzen ersetzt. 2019 wurde die Hütte noch einmal den erhöhten Ansprüchen angepasst.

2. Biwakplatz der Erstbegeher

Am 9. Septembers 1921 erreichten die Bergführer Fritz Amatter, Fritz Steuri und Samuel Brawand mit dem japanischen Bergsteiger Yuko Maki von der Station Eigergletscher aus bei Sonnenuntergang den Grat etwas westlich der Stelle, wo später die Hütte erstellt wurde. Sie stiegen noch bis auf ca. 3500 m Höhe, wo sie in einem Loch auf der Südseite des Grates ihr Nachtlager einrichteten. Von hier aus starteten sie um 7 Uhr morgens zu ihrem Abenteuer.

3. beim Grosser Gendarm

Im Juli 1885 erreichte der Walliser Bergführer Alexander Burgener mit seiner Partie den Grossen Gendarm. Beim Anblick des Grossen Aufschwungs fasste er den Entschluss, die Scharte zwischen Gendarm und grossem Aufschwung im Abstieg vom Gipfel her zu erreichen. Diese erste Begehung des Mittellegigrates im Abstieg gelang ihnen wenige Tage später.

4. im Hick

An dieser Stelle beginnt der Grosse Aufschwung, welcher bis anhin im Aufstieg nicht überwunden werden konnte. Hier liessen die drei Bergführer auch ihren Gast Yuko Maki zurück, um die schwierigen Stellen für den Aufstieg vorzubereiten. Nachdem dies gelungen war, holte Samuel Brawand Yuko Maki und führte ihn über die gesicherten Stellen hinauf.

5. Ende des grossen Aufschwungs

Es war bereits 17 Uhr als die vier Bergsteiger das Ende des Grossen Aufschwunges erreichten. Alleine für den fast 200 Meter hohen Aufschwung benötigten sie sieben Stunden. Hier stiessen sie auch auf den Pickel von Alexander Burgener, an welchem dieser vor 36 Jahren abgeseilt hatte.

6. Gipfel

Um 19.15 Uhr erreichten die drei Bergführer mit ihrem Gast den Gipfel. Von hier brauchten sie – nur noch mit einer Laterne ausgerüstet – sechs Stunden für den Abstieg über die Westflanke. Um 2.30 Uhr trafen sie bei der Station Eigergletscher, wo der Wirt ihnen noch ein Nachtessen kochte.

Entstehung des Bergführerberufes vor 200 Jahren

1856 setzte der Bernische Regierungsrat das erste Bergführerreglement in Kraft und machte dadurch vor 165 Jahren die Tätigkeit des Bergführers zu einem offiziellen Beruf. Bereits vorher entwickelte sich in Grindelwald der Bergführerberuf aus den damaligen Fremdenführern und den Gletscherhirten, welche nahe am Unteren Grindelwaldgletscher Vieh sömmerten. 1898 wurde auf Initiative von Pfarrer Gottfried Strasser der Bergführerverein Grindelwald mit dem Zweck gegründet, das „Führergewerbe auf dem Platze Grindelwald zu fördern und den Führerstand in Grindelwald und dem Berner Oberland mit vereinten Kräften zu wahren“. Seither hat sich der das Bergführerwesen in Grindelwald verändert und weiter entwickelt, noch immer gilt jedoch der Wahlspruch aus der Gründerzeit:

«Grindelwalder Führerschaft: Treue, Vorsicht, Mut und Kraft»

Sommer 2021

Kultursommer Grindelwald

Die Zeit vom Herbst 2020 bis zum Sommer 2021 war für viele Künstler und Kultur»Liebehaber» eine Zeit mit vielen Einschränkungen und wenig Angeboten.

So wurde bereits im Winter 2021 im Vorstand des Vereins Eigerness die Idee zum «Kultursommer in Grindelwald» geboren. Im Zentrum standen bei dieser Idee die Künstler, die eine kleine Bühne an verschiedenen Standorten während des ganzen Sommers in Grindelwald erhalten sollten.

Partner vorwiegend aus der Hotellerie und Gastronomie nahmen die Idee mit Begeisterung auf, sich mit einem individuellen und für sie passenden Angebot an diesem Kultursommer zu beteiligen und die Türen für eine begrenzte Teilnehmerzahl kulturbegeisterter Gäste zu öffnen.

«Herrlich unkompliziert für die Teilnehmer»

Alle Angebote wurden dargestellt auf einer eigenen Homepage zum Kultursommer und mit bunten Flags verteilt in Grindelwald wurden die Gäste auf den Kultursommer in Grindelwald aufmerksam gemacht.

Die Angebote gingen von Street Art über Jonglage, Musikalischen Darbietungen «unplugged» bis zur Comedy Show und banden auch verschiedene traditionelle Darbietungen mit ein.

Es gab ein rundherum buntes und abwechslungsreiches Angebot über den gesamten Sommer, es war einfach «auffindbar» und herrlich unkompliziert für die Teilnehmer. Der Kultursommer hat so als nachhaltiges Kulturprojekt in Grindelwald starten können und wird für die nächsten Jahre als fester Bestandteil des Sommerprogrammes etabliert.

Sommer 2019

Theaterprojekt Alpenglühen

Aufführung Sommer 2019

Im Jahr 2015 startete der Vorstand Eigerness mit der Planung einer Theaterproduktion in Grindelwald. Nach zahlreichen Vorabklärungen und Diskussionen sowie der Suche nach einem Drehbuchautor und Regisseur wurde mit dem Vorstand Eigerness und weiteren Gründungsmitgliedern im November 2016 der Verein Jungfrautheater gegründet.

Im Jahr 2019 war es dann soweit: 14 Aufführungen fanden im Zeitraum vom 9. August bis 7. September 2019 statt. Hauptsponsoren der Produktion waren die Gemeinde Grindelwald und  Grindelwald Tourismus. Mehr als 100 Mitwirkende aus dem Tal traten in dem Theaterstück auf. Während der gesamten Spielzeit durften 6’000 Zuschauer begrüsst werden.

Die Produktion wurde ein grosser Erfolg!

Die Auslastung der Aufführungen lag bei 90%. Das Budget der Produktion betrug 600’000 CHF. Das Projekt schloss mit einem positiven Ergebnis ab und die Begeisterung für das Theater ist in Grindelwald nach wie vor ungebrochen.

Über das Tal, Für das Tal, Mit dem Tal!

Alpenglühen Kurzbeschreibung:

5 zeitgenössische Bilder schildern abwechslungsreich und musikalisch, wie aus dem Tal Grindelwald ein weltbekannter Touristenort wurde. Im Mittelpunkt der Aufführung steht der Ort Grindelwald. Mit der Grand Tour der Adligen in den Zeiten der Romantik startet der «Tourismus». Schilderungen vom verheissungsvollen Alpenglühen und blauem Gletschereis locken, die beschwerliche Reise ins Tal zu unternehmen. Die Zeitreise führt humorvoll und spannend zur heutigen Epoche, in der die Alpen tatsächlich immer mehr zu glühen beginnen und von Gletschereis bald keine Spur mehr ist.

2014

Buchveröffentlichung

«Grindelwalder Bergführer Aussichten»

Erneut haben wir im Jahr 2014 das Motto von Schweiz Tourismus als Aufhänger für unsere Ideen genommen. Im «Jahr der Aussichten» wollten wir eine ganz besondere und individuelle Sichtweise auf und mit den Grindelwalder Bergführern präsentieren. Aus diesem Anlass baten wir die Bergführer, neben kleinen Geschichten und Anekdoten uns auch ihre persönlich schönste Aussicht zu präsentieren. Diese in der Abbildung mit einem Portrait und persönlichen Steckbrief haben wir in dem Buch «Grindelwalder Bergführer Aussichten» zusammengefasst.

Die redaktionelle Arbeit im Buchprojekt dauerte rund ein halbes Jahr. Im Sommer 2014 fand auf dem Berghaus Bort eine grosse Vernissage im Kreis von geladenen Gästen und Bergführern statt. Die «Grindelwalder Bergführer Aussichten» sind nicht offiziell im Buchhandel, aber erhältlich bei verschiedenen Verkaufsstellen in Grindelwald (de/ eng).

Mäld Di bin ys!

(Grindelwaldtytsch fir «Melde Dich bei uns!»)

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